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Hunger nach Energie: Wärmekraftwerke reichen nicht aus, um Indiens Energiebedarf zu decken. Deshalb setzt das Land auf die Kernkraft, unterstützt von den USA0 J, l& B9 {$ q( A1 C
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! H( i/ U9 ?' ~9 i S& l; pUSA besiegeln Nuklearpakt mit Indien ; t `8 B# s, S1 N0 V9 c" F( m* V8 l/ _7 k4 A s! \
Die US-Wirtschaft hofft nach dem Abschluss der Verhandlungen über ein Nuklearabkommen mit Indien auf Milliardengeschäfte. Das Abkommen werde in beiden Ländern Jobs und Chancen schaffen, sagte der Präsident des US India Business Council, Ron Somers.& m9 G% y4 B( g: h+ U5 R
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Er dankte den Verhandlungsführern für ihre "Vision und Führungsstärke". US-Präsident George W. Bush bezeichnete die Ende vergangener Woche erzielte Einigung als einen "weiteren Schritt zur Vertiefung der strategischen Partnerschaft mit Indien, einer vitalen Weltmacht". 1 i( @# p+ ^5 z. w; h! V! i ! f* K6 O& q6 f( ODie Verhandlungen hatten sich zwei Jahre hingezogen, seit Bush und Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh die zivile Nuklearkooperation im Juli 2005 verabredet hatten. Doch wird der Prozess erst ausgestanden sein, wenn die Einigung die Parlamente passiert hat. Auf beiden Seiten sind Sicherheitsinteressen betroffen: Die USA gewähren Indien Zugang zu Nukleartechnologie, obwohl das Land Atomwaffen getestet hat und dem Nichtweiterverbreitungsvertrag nie beigetreten ist. Indien muss im Gegenzug einen Teil seiner Atomanlagen internationaler Kontrolle überstellen. 7 u2 N# ]: ~8 \3 v/ R. ]4 O; c- N$ {$ l* e$ b# Z& `
Der US-Kongress hatte dem Export nuklearen Brennstoffes an Indien im Dezember zugestimmt. Doch bei dem nun erzielten Kompromiss kommen die USA Indien einen weiteren Schritt entgegen: Das Land erhält das Recht, Brennstoff aus den USA aufzubereiten. Die Anlage soll der Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unterstellt werden, um auf diese Weise zu verhindern, dass spaltbares Material für das militärische Nuklearprogramm abgezweigt wird. Bisher haben die USA nur Japan und der EU dieses Recht gewährt. 1 n. d$ B: y( i& x1 J) Y4 B - ~+ q% U: u& S* u( n# M. q 1 f2 \, U$ P1 w7 }/ h5 A* HEin Einfallstor für Kritik: N+ C1 q, y, [. b
+ ~7 ?4 `0 Q& i$ f' Q$ C8 Z! hVage bleibt die Einigung für den Fall eines indischen Atomtests. Die US-Regierung hätte dann nach amerikanischem Gesetz das Recht, gelieferten Brennstoff zurückzufordern. Ein Einfallstor für Kritik dürfte jedoch das Versprechen sein, Indien beim Aufbau einer strategischen Brennstoffreserve zu helfen - mit der es eine Lieferunterbrechung besser überbrücken könnte. # P: R; } y0 p, ~, s5 R: l( H* e$ G% e3 P3 D( J3 r
Das Abkommen entspringt dem Wunsch der Bush-Regierung, Indien als strategischen Partner zu gewinnen. "Die größte Demokratie der Welt muss innerhalb des Systems sein", sagte Nicholas Burns, Staatssekretär im US-Außenministerium, vor Journalisten in Washington. Zugleich möchte Bush der amerikanischen Wirtschaft Vorteile auf einem Wachstumsmarkt verschaffen. Die indische Wirtschaft wächst um durchschnittlich acht Prozent im Jahr - und mit dem Boom steigt auch der Energiebedarf der Bevölkerung von 1,1 Milliarden Menschen. 3 P& t. V6 ^& T$ a H
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"Die Zusammenarbeit im zivilen Nuklearbereich zwischen den USA und Indien wird enorme strategische und wirtschaftliche Vorteile für beide Staaten bieten", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihrem indischen Amtskollegen Shri Pranab Mukherjee. "Dazu gehört ein Mehr an Energiesicherheit, umweltfreundlichere Energiegewinnung, größere wirtschaftliche Möglichkeiten und gestärkte Bemühungen um Nichtweiterverbreitung." # e$ y# \' a# j0 P) |2 s $ C4 @5 A' i3 l ~1 H- D- l7 r# O/ Q6 I8 x# ^8 O, b/ e; c
Politische Annäherung' C4 H* P7 ]6 A V% y0 v8 g6 N! L
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Indien möchte die Kapazität zur nuklearen Energieerzeugung in den nächsten 26 Jahren von 3500 auf 60.000 Megawatt erhöhen. Die Kosten des Ausbaus werden auf 150 Mrd. $ geschätzt. US-Unternehmen wie General Electric oder Westinghouse können zudem hoffen, bei der geplanten Privatisierung von Nuklearreaktoren zum Zuge zu kommen. Doch könnten auch andere Branchen von der politischen Annäherung profitieren. ' r* P0 G9 m, T2 o% B( G4 z
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Vielen Abgeordneten im US-Kongress ist bei der Sache dennoch nicht wohl. Das Abkommen untergrabe internationale Nichtweiterverbreitungsinitiativen und sende ein falsches Signal an Länder wie Nordkorea oder den Iran, sagen Kritiker. Regierungsvertreter halten dagegen. "Indien hat sich an die Regeln gehalten, obwohl es kein Mitglied im Klub war", sagte dagegen Burns. Das Land sei seit 30 Jahren ein vertrauenswürdiger Partner - im Gegensatz zum Nachbarland Pakistan, dessen Atomwissenschaftler Nukleartechnologie weiterverkauft haben sollen. 3 G4 C1 Y- k% Z
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Indien muss nun mit der IAEA die Regeln für die Überwachung seiner atomaren Anlagen ausarbeiten. Auch braucht die Einigung neben der Zustimmung durch die nationalen Parlamente noch die Billigung der Nuclear Suppliers Group, in der 45 Exporteure von Nukleartechnologie zusammengeschlossen sind, darunter Deutschland. Einige von ihnen können es kaum abwarten: Australiens Außenminister Alexander Downer äußerte sich vergangene Woche optimistisch, dass sein Land nun bald Uran an Indien verkaufen könne.9 \% \$ b$ i8 K
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