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Der globalisierte Schädel 8 k% w) y# W& b+ B * F. c- N3 k! g' j2 i* b 6 r' n; ^1 ^# E & ^2 y( {& X/ H: N- EStudie belegt - der moderne Mensch kommt aus Afrika % k& `6 h' c/ Y3 }% ^- f1 h5 l4 t" k& y) P( F% W
/ ]( A8 I# G& k+ GDie Wiege des modernen Menschen steht allein in Afrika. Eine neue Studie, die heute im Fachjournal "Nature" (Vol. 448, Nr. 7151) erscheint, fegt wohl auch die letzten Argumente hinweg, die für eine mehrfache und unabhängige Entstehung des Homo sapiens an unterschiedlichen Orten sprachen.) z8 w( }. m3 { g, C
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Der teilweise hitzig ausgetragene Streit war entbrannt, weil es bislang sich widersprechende Studienergebnisse gab. Die Analysen der genetischen Verwandtschaft des modernen Menschen stützten die "Out of Afrika"-These, also die Ausbreitung des modernen Menschen vom afrikanischen Kontinent aus. Die meisten Analysen von Schädelstrukturen hingegen erlaubten die Deutung, dass dieser mehrfach entstanden war. "Wir haben nun genetische Daten abgeglichen mit einer großen Menge an neuen Messungen an menschlichen Schädeln. Dabei sind wir zu dem eindeutigen Schluss gekommen, dass der moderne Mensch in Afrika entstanden ist, und zwar in einer Region, die in Zentral- oder Südafrika liegen muss", sagte Studienleiterin Dr. Andrea Manica von der britischen Universität von Cambridge. Die Forscher haben auch versucht, die alternative Theorie mit ihren Daten zu untermauern. "Doch damit sind wir gescheitert", sagte Mitautor Dr. François Balloux lapidar. Die Forscher hatten umfangreiche genetische Daten und Messungen an rund 6000 Schädeln, die weltweit in Sammlungen liegen, ausgewertet. 2 q/ i" x8 w9 P5 f& g. ^4 {; F% g7 M& y: Y
Somit bestätigten die britischen und japanischen Wissenschaftler die Theorie, dass sich vor etwa 1,5 Millionen Jahren in Afrika die Entwicklung eines unserer Vorfahren in zwei Linien aufspaltete; die eine entwickelte sich in Richtung Homo erectus, die andere in Richtung Homo sapiens. Homo erectus verließ Afrika. Die Vorfahren des modernen Menschen blieben in Afrika, entwickelten sich weiter und verließen als Homo sapiens die Wiege der Menschheit vor etwa 120 000 Jahren. 7 q6 P% w8 L" Q1 j+ \* _ q: W" ~& R, t6 C4 W
Diese lange umstrittene Theorie hatte übrigens eine unverhoffte Unterstützung durch Genanalyse von Kopfläusen erhalten, die ein Team um David Reed von der Universität Utah vor knapp drei Jahren vorlegte. Demnach zog vor 1,2 Millionen Jahren mit dem Homo erectus auch die Kopflaus nach Norden. Dort entwickelte sie sich unabhängig von der afrikanischen Ursprungsart weiter. Als etwa eine Million Jahre später der Homo sapiens Afrika Richtung Europa verließ, brachte er die alte afrikanische Population mit. Der Stammbaum der Kopfläuse, so entdeckten die Forscher, spiegelt die menschliche Entwicklung.5 g+ s4 m: w$ }' S4 i* X0 M5 \
9 B. M9 l, U0 e* k0 q8 N4 J$ Rerschienen am 19. Juli 2007